Mit Augentraining endlich wieder entspannter Sehen

Augenübungen, Entspannung und bessere Sehgewohnheiten können belastete Augen unterstützen und Sehproblemen vorbeugen. Hier findest du praktische Methoden und alles Wissenswerte über das Augentraining.

Sehtest-Grafik für Augentraining

Orientierung

Finde deinen Einstieg ins Augentraining

Augentraining ist kein starres System: Manche Übungen entspannen, andere schulen Bewegung, Fokus oder Wahrnehmung. Wähle deshalb den Einstieg, der zu deinem Ziel passt.

Methoden und Wissen vertiefen

Für bekannte Ansätze, Hintergründe zum Sehen und die Frage, was eher Erfahrung und was belastbar belegt ist.

So findest du deinen Einstieg
1Starte mit Entlastung, wenn deine Augen müde oder trocken sind.
2Ergänze Blickwechsel und Bewegung, wenn du bewusst trainieren möchtest.
3Ordne Beschwerden ein und hole fachlichen Rat ein, wenn sie bleiben.

Die wichtigsten Bereiche des Augentrainings

Augentraining verbindet Entspannung, Bewegung, bewusste Sehgewohnheiten und Wissen über die eigenen Augen. Die folgenden Bereiche zeigen dir, wo du weiter einsteigen kannst.

Wann ist Augentraining sinnvoll?

Welche Arten von Augentraining gibt es und wofür kann es angewendet werden? Hier ein Überblick über Nutzen und Grenzen des Augentrainings.

Es gibt viele Gründe, mit dem Augentraining zu beginnen. Hier eine Auswahl der häufigsten Problemstellungen, bei denen Augentraining sinnvoll ist.

Unsere Augen sind durch Bildschirmarbeit, Nahsehen und Stress stark gefordert. Augentraining kann helfen, Sehgewohnheiten bewusster zu verändern, Augen zu entspannen und Beschwerden durch Überlastung zu lindern. Es ersetzt keine augenärztliche Diagnose und kann eine notwendige Brille nicht in jedem Fall ersetzen. Hier erfährst du, welche Übungen sinnvoll sind, wo die Grenzen liegen und wann fachlicher Rat wichtig ist.

Wann Augentraining sinnvoll ist

Nicht alle Sehschwächen lassen sich mit Augentraining verändern. Besonders hilfreich kann es sein, wenn Beschwerden durch lange Bildschirmarbeit, einseitiges Nahsehen oder angespannte Sehgewohnheiten verstärkt werden. Bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Altersweitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung bleiben Sehtest, passende Korrektur und fachliche Einordnung wichtig.

Kurz­sichtigkeit (Myopie)

Eine der häufigsten Sehfehler, die bei Jung und Alt auftreten, ist die Kurzsichtigkeit. Aktuell wird diese hauptsächlich mit Brillen, Kontaktlinsen oder einer OP korrigiert. Bei der Kurzsichtigkeit ist der Augapfel etwas zu lang und die Lichtstrahlen treffen vor der Netzhaut zusammen. Diverse Studien wie die britische „Frühzeitige Faktoren für Myopie in der britischen Zwillingsstudie zur frühen Entwicklung“ belegen, dass Kurzsichtigkeit stark mit der Nutzung von PC und Smartphone zusammenhängt. Wer mehr Zeit im Freien und im Sonnenlicht verbringt, leidet weniger unter dieser „Akademiker-Krankheit“. Die Richtung wird bereits bei den Kindern vorgegeben.

Zur Vorbeugung der Kurzsichtigkeit sollte entsprechend genügend Zeit ohne PC, Fernseher oder dem Handy verbracht werden. Bei der Arbeit verbessern bereits regelmäßige Entspannungsübungen wie der Blick in die Ferne oder das Palmieren die Augenleistung.

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Bei der Weitsichtigkeit liegt der Fall ähnlich wie bei der Kurzsichtigkeit. Im Gegensatz zur Kurzsichtigkeit ist der Augapfel bei der Weitsichtigkeit leicht verkürzt. Das hat zur Folge, dass die Lichtstrahlen erst hinter dem Augapfel zusammentreffen würden. Auch hier entsteht kein scharfes Bild auf der Netzhaut. Menschen mit Weitsichtigkeit können Gegenstände in der Nähe schlechter wahrnehmen.

Weitsichtigkeit kann aktuell nicht mit reinem Augentraining behoben werden. Die Übungen zur Entspannung sorgen jedoch dafür, dass die Augen weniger gestresst und trocken sind. Um den Begleiterscheinungen der Weitsichtigkeit wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder brennenden Augen vorzubeugen, sollte eine Korrektur der Fehlsichtigkeit vorgenommen werden.

Altersweit­sichtigkeit (Presbyopie)

Wer erst spät im Leben unter Weitsichtigkeit klagt, leidet unter der sogenannten Altersweitsichtigkeit. Grund für diese Sehschwäche ist die fester werdende Substanz der Augenlinse. Mit fortschreitendem Alter wird es immer schwieriger, die Linse so zu öffnen, dass sie nahe Dinge scharf stellen kann. In den letzten Jahren wird ein verstärktes Auftreten der Altersweitsichtigkeit bereits ab 30 Jahren festgestellt. Mangelhafte Ernährung und Überanstrengung könnten Ursachen für das verfrühte Auftreten des Sehfehlers sein.

Ein paar Minuten tägliches Augentraining können die Augen entspannen und bewusste Pausen fördern. Bei Altersweitsichtigkeit können Übungen die natürliche Veränderung der Linse nicht zuverlässig verhindern, aber Einheiten wie gezieltes Gähnen, Palmieren und Augenkreisen können belastete Augen im Alltag entlasten.

Hornhaut­verkrümmung (Astigmatismus)

Das unscharfe Sehen, welches durch die Hornhautverkrümmung hervorgerufen wird, kann zum einen angeboren sein oder erst im Erwachsenenalter auftreten. Ein typisches Symptom ist die Unschärfe sowohl in der Ferne als auch in der Nähe. Die Verkrümmung entsteht, wenn die Augenmuskeln unterschiedlich stark beansprucht werden. Ist der Fehler angeboren, sollte dieser unbedingt behandelt werden, da sich sonst das Sehvermögen dauerhaft verschlechtert.

Beim Thema Hornhautverkrümmung wird im Augentraining häufig das Tibetische Rad genannt. Die Übung kann helfen, Augenbewegungen bewusster auszuführen und die Augen danach mit Palmieren zu entspannen. Eine Hornhautverkrümmung lässt sich dadurch nicht verlässlich heilen; bei Druckgefühl, Schmerzen oder unklaren Beschwerden solltest du die Übung abbrechen und fachlichen Rat einholen.

Müde und trockene Augen (Sicca-Syndrom)

Gerade Menschen, die fest im Büroleben stehen, klagen über müde und trockene Augen. Die langen Stunden vor Computerbildschirmen oder Handys fordern Höchstleistungen von Ihren Augen. Dabei sind gerade bei gestressten und müden Augen einige Entspannungsübungen sehr hilfreich, die sich auch leicht in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Gezieltes Gähnen für mehr Feuchtigkeit, Regeneration des Sehpurpurs mithilfe des Palmierens oder der weiche Blick entspannen die Muskulatur und die Sinnesnerven des Sehzentrums. Eine der effektivsten und wichtigsten Übungen gegen trockene Augen ist das Blinzeltraining. Schon wenige Minuten alle zwei bis drei Stunden können sich als entlastende Pause bemerkbar machen.

Schielen (Strabismus)

Unterschiedlich starke Augenmuskulaturen führen zum Schielen. Beim latenten Schielen wird selten auf einen chirurgischen Eingriff zurückgegriffen. Ob und welche Übungen bei Schielen sinnvoll sind, sollte fachlich abgeklärt werden. Dabei werden Konvergenzübungen, Entspannungsübungen für eine bessere Durchblutung und spezielle Beidäugigkeitsübungen eingesetzt, welche die Mobilität der Muskulatur verbessern und im Speziellen die schwachen Muskeln des schielenden Auges stärken.

Ungleiche Augenstärke (Anisometropie)

Von ungleicher Augenstärke sprechen die Fachleute, wenn ein Auge weitsichtig und das andere kurzsichtig ist. Für das Gehirn ist dies eine kontinuierliche Herausforderung, die unterschiedlichen Informationen des Sehzentrums zu koordinieren und ein sinnvolles Bild zu erstellen. Viele Menschen mit diesem Sehfehler nutzen meist nur eines der beiden Augen und schalten das andere auf blind. Ähnlich wie beim Schielen können mit den richtigen Übungen die entsprechenden Muskeln trainiert werden. Diese werden beweglicher, stärker und lassen sich besser kontrollieren, womit das Sehverhalten angepasst werden kann.

Licht­empfindlichkeit (Photophobie)

Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit kann durch verschiedene äußere Reize ausgelöst werden. Forscher gehen davon aus, dass ein überaktiver Nerv zu viel Information an das Gehirn weiterleitet und damit die Überreizung auslöst. Die zunehmende Lichtempfindlichkeit kann dabei durch Umwelteinflüsse ausgelöst werden, wie zum Beispiel falsche Pflegemittel, UV-Strahlen oder eine falsche Kontaktlinsenanwendung. Doch auch Augenkrankheiten kommen mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit daher. Bindehautentzündungen, Pupillenerweiterung oder der Grüne und der Graue Star können Auslöser der Lichtempfindlichkeit sein. Je nach Ursache können Therapien und Übungen eingesetzt werden, um die Sehfähigkeit zu verbessern. Bei lang anhaltender Lichtempfindlichkeit empfiehlt sich jedoch immer ein Besuch beim Arzt, um schwere Krankheiten auszuschließen.

Wie funktioniert Augentraining?

Der US-amerikanische Augenarzt William Bates gilt als Gründervater der aktuell wiederentdeckten Methoden der nicht invasiven Augenkorrekturen. Während viele Augenärzte die Wirksamkeit von Augenübungen zur Verbesserung von Sehschwächen stark anzweifeln, sind jedoch immer mehr Betroffene bereit, die unterschiedlichen Methoden des Augentrainings zu testen, um eine Operation oder einen Lasereingriff zu umgehen.

Beim Augentraining geht es darum, Sehgewohnheiten bewusster zu machen, belastete Augen zu entspannen und einseitigen visuellen Belastungen entgegenzuwirken. Stark beanspruchte Augen, wie es in der digitalen Arbeitswelt keine Seltenheit ist, können mit der Zeit Sehschwächen entwickeln. Das umgangssprachliche Starren auf den Bildschirm reduziert die Beweglichkeit vieler Muskeln, die am Sehprozess beteiligt sind. Mit gezielten Übungseinheiten soll diesen einseitigen Belastungen entgegengewirkt werden. Muskeln können flexibler und kontrollierbarer werden. Viele Erfahrungsberichte beschreiben, dass sich das Sehen nach Übungen leichter oder entspannter anfühlt. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer messbaren Veränderung der Dioptrien und sollte entsprechend vorsichtig eingeordnet werden.

Von einer Sehschwäche wird gesprochen, wenn das scharfe Sehen nur mit einer Sehhilfe wie Brille oder Kontaktlinsen möglich ist. Grund für das unscharfe Sehen ist bei den am häufigsten auftretenden Schwächen die Form des Augapfels. Ist dieser nicht rund wie ein Ball, treffen die Lichtstrahlen nicht genau auf der Netzhaut zusammen, sondern davor oder dahinter. Genau das bringt das unscharfe Sehen bei zum Beispiel Kurz- und Weitsichtigkeit hervor. Hornhautverkrümmungen und Altersweitsichtigkeit sind weitere Sehschwächen, die in unseren Breiten besonders häufig anzutreffen sind.

Beliebte Augenübungen

Illustration zum Augentraining

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Augentraining kann überlastete Augen entlasten und bewusste Sehgewohnheiten fördern. Es ersetzt keine augenärztliche Diagnose und kann eine notwendige Brille nicht in jedem Fall ersetzen. Wenn Beschwerden neu auftreten, stärker werden oder dauerhaft bleiben, solltest du fachlichen Rat einholen.

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